2. November 2017 Manfred Steglich

Denken in Extremen. Gelungene Ausstellung über Benjamin und Brecht in der Akademie der Künste

Das Begleitbuch zur Ausstellung

Unter dem Titel "Benjamin und Brecht. Denken in Extremen" läuft derzeit in der Berliner Akademie der Künste eine imposante Ausstellung über die Freundschaft von Walter Benjamin (1892–1940) und Bertolt Brecht (1898–1956).

Mit den beiden zur Akademie gehörenden Archiven Benjamins und Brechts waren die Voraussetzungen für diese Ausstellung geradezu ideal, betont deren Leiter und Kurator Erdmut Wizisla. Die gelungene Präsentation zeigt die Aktualität dieser außergewöhnlichen Beziehung, das historisch Dokumentierbare, das Echo von Freunden sowie Momente der Rezeption im Denken und in der Kunst.

"Zu sehen sind eine Auswahl mitunter noch unbekannter Originale: Brechts Schachbrett und eine chinesische Laotse-Figur, Gedichtmanuskripte, Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Fotos – Schlüsseldokumente, die Dreh- und Konfliktpunkte der Begegnung aufzeigen. Ergänzt wird das historische Material durch originale Film- und Audiodokumente, darunter Aufzeichnungen früherer Brecht-Aufführungen. Hinzu kommen zeitgenössische künstlerische Arbeiten, die das Geschehen aus der Gegenwart kommentieren: Zoe Beloff, Adam Broomberg / Oliver Chanarin, Edmund de Waal, Felix Martin Furtwängler, Friederike Heller, Alexander Kluge, Mark Lammert, Thomas Martin / Irina Rastorgueva / Jakob Michael Birn, Marcus Steinweg und Steffen Thiemann." (AKD)

 

Die Ausstellung in der Berliner Akademie der Künste im Hanseatenhof 10 ist noch bis zum 28. Januar 2018 zu sehen. Ein Besuch lohnt sich allemal.

Ein von Erdmut Wizisla im Auftrag der AKD herausgegebenes, reich illustriertes Begleitbuch ist im Suhrkamp Verlag erschienen.

https://www.adk.de/de/programm/?we_objectID=57259